‚Click & Collect‘, also das Abholen zuvor bestellter Bücher, soll nach Auffassung der Grünen auch für öffentliche Bibliotheken möglich sein. Bei der Einführung dieser Abholmöglichkeit ähnlich dem Essen zum Mitnehmen im Handel sparte die Bayerische Staatsregierung Bibliotheken aus. In einem offenen Brief an die Staatsregierung fordern zahlreiche Grüne nun Nachbesserung für die Bibliotheken in Bayern. Auch Christian Zwanziger, Grüner Landtagsabgeordneter aus Erlangen, und Stadträtin Kerstin Heuer haben unterzeichnet.
Presseinfos
Mosaik retten – Baukunst bewahren
GRÜNE/Grüne Liste und Erlanger Linke beantragen Erhalt des Mosaiks in der Schallershofer Straße
Das Gebäude der Sparkasse an der Schallershofer Straße wird voraussichtlich in Kürze abgerissen. An der Fassade befindet sich ein großflächiges Mosaik des Künstlers Oskar J. Stanik (1921-1989) aus dem Jahr 1961, das verschiedene Ansichten der Stadt Erlangen zeigt: die Orangerie, die Hugenottenkirche, die Neustädter Kirche und eine Wassermühle. Oskar Stanik wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden.
Es ist ein typisches Beispiel für Kunst am Bau der 50er und frühen 60er Jahre, von denen in Erlangen nur noch wenige erhalten sind. In diesen Zeiten hatte Kunst am Bau noch einen großen Stellenwert. „Aufgrund der kunsthistorischen Bedeutung und auch der Darstellung verschiedener Stadtansichten muss dieses Kunstwerk erhalten bleiben“, sagt Kerstin Heuer, grüne Sprecherin für Bauen. „Auch in der heutigen Zeit ist dies eine Art von Kunst, die viele Menschen anspricht.“
Netzwerke für den Klimaschutz
Erlangen soll kommunalen und globalen Vernetzungsplattformen beitreten
»Im Kampf gegen die Klimakrise sind wir in Erlangen nicht allein. Mittlerweile gibt es mehrere Plattformen zur Vernetzung von Städten, Initiativen, Expert*innen und Menschen, die einfach helfen wollen«, sagt Tina Prietz, grüne Sprecherin für Klimaschutz und Partizipation.
Die grüne Stadtratsfraktion hat nun beantragt, dass sich die Stadt Erlangen der Allianz „Global Convenant of Mayors für Climate and Energy“ anschließt und sich darüber mit vielen anderen Städten im Kampf gegen die Klimakrise austauscht. Außerdem soll die Stadt der in Erlangen mit entwickelten globalen Vernetzungsplattform „Climate Connect“ beitreten.
„Beide Plattformen sind eine Inspirationsquelle für Erlangen“ ergänzt Tina Prietz, „und gleichzeitig ein Angebot an andere Städte, von unseren Ideen profitieren können.“
Stadtratsantrag dazu
Zuverlässiger ÖPNV auch in Corona-Zeiten
Mehr Ruftaxis – keine Verknappung auf den Samstagsfahrplan
Seit Beginn der Pandemie werden die Busfahrpläne ausgedünnt und aktuell auf den Samstagsfahrplan umgestellt. Ausschlaggebend seien weniger Fahrgäste aufgrund von Home-Office sowie auch betriebliche Erfordernisse, wie etwa die schlechten Personalsituation – so die Antwort der Erlanger Stadtwerke auf eine Anfrage der grünen Stadtratsfraktion. Außerdem wurde mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember die Buslininie 287 verknappt, so dass die Orte Kosbach, Häusling und Steudach außerhalb des Schulverkehrs nur noch von Ruftaxis bedient werden.
„Es gibt jedoch Menschen, die auf den ÖPNV und seine Regelmäßigkeit angewiesen sind“, führt Marc Urban an, Sprecher für Arbeit und Gewerkschaft der grünen Fraktion. „Egal ob die Kinderbetreuer*innen in der Notfallversorgung, Ärzt*innen und Pfleger*innen, Kassierer*innen oder Bürokräfte, die nicht ins Home-Office wechseln können: sie alle müssen zu unterschiedlichsten Zeiten zu ihrem Arbeitsplatz kommen“, so Marc Urban weiter.
Beiräte bereichern die Erlanger Kommunalpolitik
»Wir wollen nicht über, sondern mit den Menschen in unserer Stadt entscheiden«, sagt Tina Prietz, grüne Sprecherin für Partizipation. GRÜNE/Grüne Liste, Erlanger Linke, FDP und Klimaliste beantragen gemeinsam, dass zukünftig die jeweiligen Beirät*innen zu Ausschuss- oder Stadtratssitzungen eingeladen werden, wenn einer ihrer Anträge oder wichtigen Belange in dieser Sitzung behandelt wird. Neben den Orts- und Stadtteilbeiräten sollen auch andere Gremien wie das Jugendparlament, der Ausländer-, und Integrationsbeirat bis hin zu Schüler*innen mit Verantwortung berücksichtigt werden.
Neustart für die Entwicklung an der Schallershofer Straße
GRÜNE/Grüne Liste | ÖDP | FDP | Klimaliste und Erlanger Linke beantragen einen städtebaulichen Ideenwettbewerb
Der Bereich Schallershofer Straße / Kosbacher Damm ist eine bedeutender Ort für die städtebauliche Entwicklung in Alterlangen, hier treffen vielfältige Interessen aufeinander: mehrere Schulen, der Steinforstgraben mit Sparkassenweiher, Straßen, Rad- und Fußwege, in Zunkunft ein StUB-Haltepunkt, eine Sparkassenfiliale, Wohnungsbau, vielleicht ein Stadtteilhaus. Räumlich ist es die Mitte von Alterlangen. Die baulichen Planungen in diesem Bereich sorgten zuletzt für intensive Diskussionen im Stadtteilbeirat und der Öffentlichkeit.
„Wir brauchen hier einen städtebaulichen Ideenwettbewerb, um ein tragfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln“, sagt Kerstin Heuer, Sprecherin für Bauen der grünen Fraktion, „erst darauf aufbauend kann Baurecht für einzelne Vorhaben geschaffen werden.“