Sparen mit Weitsicht

Foto vom Rathaus daneben gezeichnete gestapelte Münzen

Die Fraktion GRÜNE/GL stellt sich als Teil der Rathauskooperation der Haushaltskonsolidierung, die nach den massiven Gewerbesteuerausfällen notwendig geworden ist. Die Bezirksregierung verlangt eine hohe und schnell zu erbringende Einsparung – andernfalls droht der Stadt, dass unerlässliche Kreditaufnahmen für Löhne, Sozialausgaben und Rechnungen sowie Investitionen nicht genehmigt werden.
„Klar, es muss gespart werden. Unser besonderer Fokus liegt dabei darauf, Strukturen zu optimieren und Folgekosten zu vermeiden. Zu viele unserer bisherigen Einsparungen wurden durch Kostenmehrungen im Sozialbereich und der Jugendhilfe aufgefressen – wir müssen also umsichtig vorgehen“, betont die haushaltspolitische Sprecherin Dr. Anne-Christine Leicht.
Es sollen Aufgaben, Strukturen, Standards und mögliche Synergien geprüft werden. Dazu hat die Fraktion zahlreiche Anträge gestellt, die weitere Einsparmöglichkeiten aufdecken sollen. Pauschale Kürzungen von Budgets, z. B. im Sozialbereich, können zu unzumutbaren Härten führen, die wir vermeiden wollen. Gleichzeitig ist ein Beschluss aller Einsparvorschläge für die Grünen im Stadtrat keine Option.

Weiterlesen …

Möglichkeiten, die niemand „vorschlagen“ will

Konsolidierungsliste für die Haushaltsberatungen 2027

Rotstift über Menschen und warming stripes

In der letzten Stadtratssitzung hat die Kämmerei den Haushaltsentwurf für 2027 eingebracht. Zusätzlich wurde eine Konsolidierungsliste mit Einsparmöglichkeiten vorgelegt, die von den Bürgermeister:innen und Referatsleiter:innen in den letzten Wochen erarbeitet wurden. Es handelt sich dabei um freiwillige Leistungen von Bildung, über Kultur, Sport, Klimaschutz und Mobilität, bis hin zu sozialen Unterstützungsleistungen, die unsere Stadt nicht nur lebenswert machen sondern für viele Erlanger:innen die Chance auf Teilhabe sind.
Diese Einsparmöglichkeiten würde niemand freiwillig beschließen und so betonte auch die Stadtspitze, dass es sich hierbei nicht um einen „Vorschlag“ handelt, sondern um gemeinsam zusammengetragene Möglichkeiten.

Weiterlesen …

„Baum-Turbo“ mit Qualität statt Quantität

Die Fraktionen GRÜNE/GL und CSU beantragen:

  • Die Verwaltung wird beauftragt, einen „Baum-Turbo“ für Erlangen zu entwickeln. Ziel ist es, im Rahmen der engen Grenzen des Haushalts umsetzbare Maßnahmen zur dauerhaften Pflanzung zukünftig großkroniger Stadtbäume auf geeigneten städtischen Plätzen und Straßenräumen, insbesondere in der Innenstadt umzusetzen. Die Liste „Entsiegelung der Plätze in Erlangen“ und die Klimaanalysekarte Erlangen dient als fachliche Grundlage für die Priorisierung der Standorte.
  • Zur Finanzierung soll nach Möglichkeit das überfraktionell beantragte digitale Beteiligungsprogramm genutzt werden (vgl. Antrag für ein Beteiligungsprogramm für Begrünung und Klimaanpassung). Sollte sich eine eigen städtische Spendenplattform nicht zeitnah realisieren lassen, ist eine Kooperation mit bestehenden Partnern zur Generierung von Spenden zu prüfen.
  • Bei dauerhaften Pflanzungen gilt der Grundsatz „Qualität vor Quantität“. Es sollen bevorzugt große und zukunftsfähige Bäume gepflanzt werden. Dabei sind ausreichender Wurzelraum, entsiegelte Baumscheiben, gute Wasserversorgung, geeignete Baumarten und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten verbindlich mitzudenken.

Weiterlesen …

Verantwortung übernehmen: Kooperation unterstützt Zweitwohnungsteuer und notwendige Anpassungen im ÖPNV

Fotoauschnitt VGN-Bus und Zeichnung Haus vom Nikolaus mit Erlangen-Fahne im Hintergrund

Die Kooperation hat der Einführung einer Zweitwohnungsteuer und gezielten Anpassungen des städtischen ÖPNV-Angebots zugestimmt. Beide Maßnahmen leisten einen notwendigen Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts.

Schwierige finanzielle Ausgangslage
Der Haushalt 2026 befindet sich in Erlangen unter den Einschränkungen der vorläufigen Haushaltsführung. Die Regierung von Mittelfranken fordert von der Stadt, ihr Haushaltskonsolidierungskonzept fortzuschreiben, Einsparungen zu prüfen und vorhandene Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen.

Weiterlesen …

„Jedes Zehntelgrad zählt“

Ausgetrockneter Boden mit einer kleinen grünen Pflanze

Grüne/Grüne Liste beantragen Überarbeitung und konkreten Zeitplan für den Klima-Aufbruch
Über 5.000 Tote durch die Hitzewelle in Deutschland meldet das RKI, geschmolzene Straßenbahngleise in Nürnberg und jetzt Überflutungen und Sturmschäden. „Die aktuellen Hitze- und Starkregenereignisse lassen uns die Klimakrise direkt spüren. Als Stadt tragen wir Verantwortung dafür, dass alle Menschen – unsere Kinder und Enkelkinder – auch in Zukunft gut leben können. Dafür ist es dringend notwendig, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen.“, so Tina Prietz, Grüne Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Klima und Energie.

Weiterlesen …