GRÜNE/Grüne Liste beantragen temporäres Straßenmobiliar und mobiles Grün
»Der öffentliche Raum ist nicht fair verteilt. Straßenräume sind häufig rein nach den Anforderungen des fließenden Verkehrs angelegt«, so steht es im städtischen Verkehrsentwicklungsplan.
Durch die Pandemie ist der Druck auf den öffentlichen Raum noch einmal gewachsen, da das Freizeitverhalten hauptsächlich in Wohnungsnähe statt fand. Dabei ist auch sehr deutlich öffentlich wahrgenommen worden, wie einseitig öffentliche Flächen vom fahrenden und ruhenden Autoverkehr beansprucht sind. »Insbesondere in dicht bebauten Stadtgebieten müssen die Verkehrsflächen in Zukunft stärker für verschiedene Nutzungen zur Verfügung stehen«, fordert Kerstin Heuer, Grüne Sprecherin für Bauen.
Temporäre Spielbereiche
Im Verkehrsentwicklungsplan heißt es auf Seite 128: „Der öffentliche Raum ist nicht fair verteilt. Straßenräume sind häufig rein nach den Anforderungen des fließenden Verkehrs angelegt. (…) Es gilt, nicht nur die verkehrstechnischen Aspekte zu beachten, sondern (…) die Optionen für Aktivitäten ‚auf dem Weg‘ (Aufenthalt, Beobachtung, Spiel, Kommunikation) zu erweitern.“
Früher spielten Kinder vor allem draußen. In der dicht besiedelten Stadt ist dies heute kaum mehr möglich, die Straßen werden vom Autoverkehr dominiert. Außerdem gibt es im Stadtgebiet einige Kindertageseinrichtungen, die über keine oder nur kleine eigene Freiflächen verfügen. Fangen Spielen, Inlinerfahren, Ballspiele, Kreidebilder Malen, Hüpfgummi oder Seilspringen – all das ist für Kinder in der Stadt nur erlebbar, wenn man ihnen Raum zur Verfügung stellt, der derzeit Autos vorbehalten ist. Spielnachmittage im Freien kommen nicht nur dem Bewegungsdrang der Kinder zugute, sie haben auch positive Auswirkungen auf das Zusammenleben in der Nachbarschaft, auch generationenübergreifend.
Mehr gemeinsames Lernen statt mehr Spezialisierung
GRÜNE/Grüne Liste: Wirtschaftsschule ab der 5. Klasse ist zu früh
Längeres gemeinsames Lernen sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit. In den meisten Bundesländern wird deshalb Schritt für Schritt auf das zweistufige Schulsystem gesetzt, das heißt Realschule und Mittelschule werden zu einer Schulform zusammengefasst. »Kinder brauchen die Möglichkeit und die Zeit, ihre Talente und Neigungen zu entdecken und zu erproben. Ab der 7. oder 8 Klasse können sie dann gut entscheiden, in welche berufliche Richtung sie sich vertiefen wollen«, sagt Kerstin Heuer, Grüne Sprecherin für Bildung.
Bericht zur Entwicklung und Umsetzung der Bewässerung von Sport- und Freizeitflächen und der nationalen Wasserstrategie
Im Oktober 2019 wurde zur Situation der vorhandenen und geplanten Bewässerung von 6 Schulsportplätzen im BWA berichtet. Aufgrund der örtlichen Verhältnisse wurden für drei Standorte neue Brunnenanlagen vorgesehen. Damals wurden für die Adalbert-Stifter-Schule, die Eichendorff-Mittelschule und die Grundschule an der Brucker Lache weitere Brunnenanlagen als Flach oder Tiefbrunnen vorgesehen. Diese Brunnenanlagen sind erlaubnispflichtig.
Die nationale Wasserstrategie des Bundesumweltministeriums bezeichnet Wasser als die Grundlage unseres Daseins. Angesichts der Veränderungen durch den Klimawandel, den unterschiedlichen Belastungen des Wasserhaushalts durch unsere Lebensführung und durch Eingriffe in die Gewässersysteme sind die Weichen für eine nachhaltigere und angepasste Wassernutzung der Zukunft neu zu stellen.
Sitzplätze statt Stellplätze
Im Verkehrsentwicklungsplan heißt es auf Seite 128: „Der öffentliche Raum ist nicht fair verteilt. Straßenräume sind häufig rein nach den Anforderungen des fließenden Verkehrs angelegt. (…) Es gilt, nicht nur die verkehrstechnischen Aspekte zu beachten, sondern (…) die Optionen für Aktivitäten auf dem Weg (Aufenthalt, Beobachtung, Spiel, Kommunikation) zu erweitern.“
Die Pandemie hat den Druck auf den öffentlichen Raum noch einmal verstärkt, da die Menschen ihre Freizeit verstärkt wohnungsnah verbracht haben. Dies hat auch das öffentliche Bewusstsein dafür verstärkt, wie einseitig öffentliche Verkehrsflächen derzeit vom fahrenden und ruhenden MIV beansprucht werden. Insbesondere in dicht bebauten Stadtgebieten mit gleichzeitig hohem Anteil an Wohnbevölkerung müssen die Verkehrsflächen in Zukunft stärker für verschiedene Nutzungen zur Verfügung stehen.
Solidarität mit Klimacamp
GRÜNE/GL, ÖDP, Klimaliste, Erlanger Linke und FREIE WÄHLER solidarisieren sich mit Klimacamp und befürchten sechs versäumte Jahre für städtische Energiewende
In einer gemeinsamen Erklärung solidarisieren sich GRÜNE/Grüne Liste, ÖDP, Klimaliste, Erlanger Linke und FREIE WÄHLER mit den Klimaschützer*innen des Klimacamps. Ebenso wie die jungen Menschen befürchten auch diese Fraktionen und Gruppierungen im Stadtrat sechs versäumte Jahre für die dringend notwendige städtische Energiewende. Weiterhin klafft eine große Umsetzungslücke.