Sitzplätze statt Stellplätze

GRÜNE/Grüne Liste beantragen temporäres Straßenmobiliar und mobiles Grün
»Der öffentliche Raum ist nicht fair verteilt. Straßenräume sind häufig rein nach den Anforderungen des fließenden Verkehrs angelegt«, so steht es im städtischen Verkehrsentwicklungsplan.
Durch die Pandemie ist der Druck auf den öffentlichen Raum noch einmal gewachsen, da das Freizeitverhalten hauptsächlich in Wohnungsnähe statt fand. Dabei ist auch sehr deutlich öffentlich wahrgenommen worden, wie einseitig öffentliche Flächen vom fahrenden und ruhenden Autoverkehr beansprucht sind. »Insbesondere in dicht bebauten Stadtgebieten müssen die Verkehrsflächen in Zukunft stärker für verschiedene Nutzungen zur Verfügung stehen«, fordert Kerstin Heuer, Grüne Sprecherin für Bauen.


»Eine Möglichkeit wäre Anwohner*innen zu ermöglichen, Straßenraum zum Begegnungs- und Erholungsraum umzunutzen. Dabei bietet sich auch die Gelegenheit, mobiles Grün zu schaffen«, sagt Tina Prietz, Grüne Sprecherin für Klimaschutz und Partizipation. Dies trägt zu einer besseren Aufenthaltsqualität bei und reduziert die Aufheizung durch Verschattung sowie die kühlende Wirkung von Pflanzen.

Die Stadtratsfraktion GRÜNE/Grüne Liste hat nun beantragt, die notwendigen Voraussetzung für solche temporäre Umnutzungen zu schaffen: Die Stadtverwaltung soll geeignetes Straßenmobiliar in Kombination von Sitzgelegenheit und Bepflanzung anbieten und die notwendigen Gelder dafür bereitstellen.

Stadtratsantrag dazu

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