Sperrung der Fuß- und Fahrradbrücke an der Wöhrmühle

Schnelles und flexibles Handeln notwendig

Ende November 2008 wurde die Fuß- und Fahrradbrücke an der Wöhrmühle wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt. Für die FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen, die vom Stadtwesten in die Stadt und/oder zurück wollen, stellt dies eine erhebliche Beeinträchtigung dar. Ein schnelles und flexibles Handeln wäre notwendig …

Schnelles und flexibles Handeln notwendig

Zu begrüßen ist, dass der Stadtrat in seiner letzten Sitzung am 11.12.2008 einstimmig beschlossen hat, umgehend eine Behelfsbrücke bis zur Sanierung bzw. Erneuerung der einsturzgefährdeten Brücke zu errichten. Angesichts der Bedeutung der Brücke für den Fuß- und Fahrradverkehr war dies die einzig richtige Entscheidung.

Allerdings gibt es auch sehr ärgerliche Punkte:

Die Brücke wurde gesperrt, ohne am Beginn der jeweiligen Wege über die Regnitzwiesen hierauf hinzuweisen. Entsprechende Hinweisschilder wurden erst ca. 24 Std. später nach massiven Protesten aus der Bevölkerung angebracht. Dies zwang die Betroffenen zu großen Umwegen. Hier wäre ein schnelleres und flexibles Handeln notwendig gewesen. Eine solche mangelhafte Informationspolitik ist bei Fahrradwegen in Erlangen aber leider keine Ausnahme.

Ein weiteres Problem ist, dass es noch 2-3 Monate dauern wird, bis die Behelfsbrücke errichtet ist. In dieser Zeit muss auf die Dechsendorfer Brücke und auf die Fuß- und Fahrradbrücke beim Freibad West ausgewichen werden.

Vor allem die Ausweichstrecke über die Dechsendorfer Brücke ist für FahrradfahrerInnen nicht ungefährlich. Um das Gefahrenpotential auf ein vertretbares Maß zu reduzieren, müssten bis zur Errichtung der Behelfsbrücke sofort zusätzliche Maßnahmen veranlasst werden. Aus unserer Sicht wäre es nötig, auf der Thalermühlstraße und der Dechsendorfer Straße Richtung Stadt ab der

Einmündung der Thalermühlstraße die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf30 km/h zu beschränken. Außerdem müsste der Winterdienst beim Fuß- und Radweg auf der Südseite der Dechsendorfer Brücke verbessert und auf der Nordseite eingeführt werden, damit die dortigen Fuß- und Fahrradwege auch bei schlechten Witterungsverhältnissen problemlos benutzbar sind. Die Rufschalter der Fuß- und Fahrrad-Ampeln bei der Einmündung der Thalermühlstr. in die Dechsendorfer Str. und bei der Kreuzung Dechsendorfer Str./Möhrendorfer Str. müssten außer Kraft gesetzt werden, so dass automatisch auch die FußgängerInnen und RadfahrerInnen grün bekommen. Die Erlaubnis, den südlichen Fahrradweg auf der Dechsendorfer Straße auch stadtauswärts benutzen zu dürfen, müsste bis zur Kreuzung mit der Möhrendorfer Straße verlängert werden. Derzeit endet diese Erlaubnis bei der Einmündung der Killingerstr. in die Dechsendorfer Straße.

Bei der Brücke am Freibad West wäre es sinnvoll, bis zur Fertigstellung der Behelfsbrücke den FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen bei der Überquerung der Bayernstraße Vorfahrt ein zu räumen. Außerdem müssten die Hinweisschilder in der Bayernstr. auf das dort geltende Tempo 30 erneuert werden, damit sie auch wieder deutlich erkennbar sind.

Außerdem ist seit längerem bekannt, dass auch diese Brücke dringend sanierungsbedürftig ist. Es muss dafür gesorgt werden, dassnicht auch hier eine Sperrung von heute auf morgen erforderlich wird. Die notwendigen Sanierungsarbeiten müssen sobald wie möglich angegangen werden.

Für weitere Verbesserungsvorschläge und Anregungen aus der Bevölkerung sind wir jederzeit dankbar. Wir werden diese dann beim Stadtrat und der Verwaltung einbringen. Allerdings ist zu befürchten, dass die Verwaltung, wie in anderen Fällen auch, sich hier wenig flexibel zeigen wird.

Wolfgang Winkler

Stadtratsantrag zur Verbesserung der Situation auf den Umleitungsstrecken

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