Klimaschutz und Stadtplanung

Betreten verbotenDie Folgen des Klimawandels sind auch in Deutschland deutlich spürbar, besonders in den Städten. Die UN-Klimakonferenz sieht das angestrebte „Zwei-Grad-Klimaziel“ als gefährdet an. Um dieses Ziel erreichen zu können, sind auch kommunale und dezentrale Maßnahmen erforderlich.

Gemeinsamer Stadtratsantrag SPD/Grüne Liste

Konkrete Maßnahmen der Erlanger Stadt- und Grünplanung zur Einhaltung der UN-Klimaziele zur Begrenzung der Erderwärmung

Die Folgen des Klimawandels werden von Niemandem mehr bestritten und ihre Auswirkungen sind nicht nur in südlichen Ländern, sondern auch in Deutschland deutlich spürbar, besonders in den Städten. Die UN-Klimakonferenz sieht das angestrebte „Zwei-Grad-Klimaziel“ als gefährdet an. Um dieses Ziel erreichen zu können, sind auch kommunale und dezentrale Maßnahmen erforderlich.
Städte weisen mit ihrem hohen Bebauungs- und Versiegelungsgrad besonders in den Sommermonaten sehr hohe Temperaturen auf, es kommt zu Hitzestaus unter denen nicht nur Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden.
Eine wirksame Gegenmaßnahme stellt die systematische und kontinuierliche Begrünung der Stadtgebiete dar. Gerade große Flächen, Plätze und Straßen brauchen schattenspende großkronige Bäume und dürfen nicht großflächig versiegelt werden. Grünflächen und Bäume verbessern einerseits das Stadtklima durch Schatten; Staubfiltration und Transpirationskühle und erhöhen andererseits die Aufenthaltsqualität.
Die in Erlangen zuletzt angelegten und gestalteten Plätze wie Marshall-Platz, Theatervorplatz, Museumsplatz oder Rudeltplatz weisen einen sehr hohen Versieglungsgrad und eine geringe Begrünung auf.

Wir beantragen, dass

– bei der Planung neuer Plätze die Begrünung ein starkes Gewicht erhält und Baumpflanzungen und entsiegelte Flächen generell vorgesehen werden
– bei vorhanden Plätzen Planungen zu möglichen Entsiegelungsmaßnahmen und zusätzlicher Bepflanzung stattfinden
– bei der Planung von Neubaugebieten darauf geachtet wird, dass auch die privaten Grundstücke naturnah und mit heimischen Pflanzen angelegt werden. Hierzu könnte die Stadt Planungsvorschläge und Beratung der Bauherren durchführen
– Neubaugebiete und insbesondere Passivhausgebiete „integriert“ geplant werden und alle Fachleute gemeinsam von Beginn an das Gebiet entwickeln, so dass im Ergebnis ein optimiertes Baugebiet entsteht, dass sowohl energetisch, städtebaulich als auch grün- und naturplanerisch eine sehr gute Lösung darstellt. Auch bei Beplanungen von vorh. Gebäuden oder Plätzen ist durch eine abgestimmte Planung die Begrünung mit der umweltfreundlichen aktiven und passiven Nutzung regenerativer Energien zu optimieren.
– dass Parkplätze per Satzung mehr Bäume erhalten, z.B. 1 Baum pro 5-10 Parkplätze
– die Stadt Erlangen eine Selbstverpflichtung zur Erhöhung ihrer Stadtbäume eingeht z.B. von 0,5% pro Jahr
– Die Stadt, ähnlich der Stadt Nürnberg, Sponsoren sucht z.B. die Sparkasse, die gezielte Baumpflanzaktionen unterstützen.

Barbara Pfister
Fraktionsvorsitzende SPD

Birgit Marenbach
Sprecherin für Stadtplanung GL

Bianca Fuchs
Sprecherin für Natur- u. Umweltschutz GL

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