Der Klimanotstand wird verheizt

GRÜNE/Grüne Liste: »Mehremissionen durch Heizpilze können wir uns nicht leisten«

Bei der Stadtratssitzung am 24.09.20 beschloss eine Mehrheit aus CSU, SPD und FDP, Wärmespender in der anstehenden Wintersaison für die Gastronomie zu ermöglichen. Dazu zählen auch die extrem klimaschädlichen Heizpilze, welche in Erlangen eigentlich verboten sind.
Jede politische Entscheidung setzt eine Abwägung der unterschiedlichen Interessen voraus – soweit besteht Einvernehmen – auch darüber, dass die Gastronomiebetreiber*innen durch die Corona-Krise unter erheblichen Einbußen leiden. In der Abwägung über mögliche Maßnahmen zur Unterstützung der Gastronomie im Winter gehen die Positionen jedoch weit auseinander.

Mehremissionen können wir uns im Klimanotstand nicht leisten

„Der Erlanger Stadtrat erklärt den Klimanotstand und erkennt damit die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an.“ Diesen Beschluss fasste der Stadtrat in seiner Sitzung vom 29. Mai 2019.

GRÜNE/Grüne Liste sehen diese Priorität des Klimaschutzes durch den Dringlichkeitsantrag von CSU und SPD untergraben.

„Bis zu 4 Tonnen CO2 verursacht ein Heizpilz jährlich. Mit der entsprechenden Menge an Gas könnte auch ein modernes Niedrigenergiehaus den ganzen Winter über beheizt werden. Solche Mehremissionen können wir uns im Klimanotstand nicht leisten“, kritisiert Tina Prietz, Sprecherin für Klimaschutz, Gastronomie und Einzelhandel der Grünen Fraktion, „Zumal es Alternativen gibt, bei denen die Interessen von Klimaschutz und Gastronomie nicht gegeneinander ausgespielt werden“.

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