GL begrüßt französischen Kindergarten

Die deutsche und französische Regierung haben vor zwei Jahren die frühe Förderung der Mehrsprachigkeit unterstrichen und beschlossen, bis zum Jahr 2020 mindestens 200 deutsch-französische Kindertagesstätten einzurichten. Mit dem geplanten deutsch-französischen Kindergarten an der Pestalozzischule könnte der zweite in Bayern entstehen.

 

Die deutsche und französische Regierung haben vor zwei Jahren die frühe Förderung der Mehrsprachigkeit unterstrichen und beschlossen, bis zum Jahr 2020 mindestens 200 deutsch-französische Kindertagesstätten einzurichten. Mit dem geplanten deutsch-französischen Kindergarten an der Pestalozzischule könnte der zweite in Bayern entstehen. Dafür hat sich auch die Grüne Liste im Schul- und Jugendhilfeausschuss des Stadtrates eingesetzt und möchte, dass die benötigten Gelder bereitgestellt werden.

Der deutsch-französische Kindergarten soll in der Pestalozzischule mit einer altersgemischten Gruppe von 21 Kindern eingerichtet werden, in der die Älteren auch die Jüngeren unterstützen. Das Programm wird an zwei Tagen pro Woche in französischer und an drei Tagen in deutscher Sprache von muttersprachlichen ErzieherInnen geleitet werden.

Die Pestalozzischule am Anger weist einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund, an sozial schwachen Elternhäusern und Kindern Alleinerziehender auf. Prozentual wenig vertreten sind dagegen Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern einschließlich Akademikerkinder.

GL-Stadträtin Dr. Pierrette Herzberger-Fofana sieht in dieser Initiative eine gute Chance für die Pestalozzischule, die mit vielen Abwanderungen und Gastschulanträgen an andere Schulen zu kämpfen hat. Die Schule hat in den letzten Jahren umfangreiches Französischangebot aufgebaut, um auch für Kinder aus dem sogenannten Bildungsbürgertum attraktiv zu bleiben – der französische Kindergarten ist eine gute Ergänzung.

Dr. Herzberger-Fofana: „Die Pestalozzischule hat unsere Unterstützung. Mit der Einführung der französischen Sprache wird diese Schule eine neues attraktives Profil gewinnen. Schließlich ist Erlangen Hugenottenstadt.“

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