„Falsches Signal“: Tariferhöhungen im VGN

Am 15. Dezember tritt der neue VGN-Jahresfahrplan in Kraft. Der Fahrplanwechsel bringt auch Tariferhöhungen ab 1. Januar von durchschnittlich über 3,5 % mit sich, bei einer Kinderfahrkarte müssen sogar 11% mehr bezahlt werden.
„Für die Klimawende ist auch eine Verkehrswende notwendig, dafür ist eine Attraktivitätssteigerung des Bus- und Bahnverkehrs grundlegend“, erklärt Harald Bußmann. Für den verkehrspolitischen Sprecher der Grünen Liste sind die Preis­stei­gerungen ein „falsches Signal und unsozial, auch weil das Sozialticket seinen Namen nicht verdient.“

 

Bußmann sieht auch keine Verbesserung beim Service, die eine Erhöhung rechtfertigen könnte: Selbst nach drei Jahren S-Bahn ist der Busverkehr immer noch nicht darauf abgestimmt. Beispielsweise fahren abends die Busse am Bahnhof den Fahrgästen aus Nürnberg knapp vor der Nase weg.
Der Röthelheimpark wird jetzt abends mit der Linie 293 wenigstens im Stunden­takt angefahren. Die Bedienung eines Teils der Neubaugebiete in Büchenbach wurde im gleichen Atemzug ohne Beteiligung der Politik auf den Stundentakt ausgedünnt.
Die Grüne Liste lehnt die Tariferhöhungen ab. Sie fordert dagegen eine kurzfristig Rückkehr zur Tarifstufe K und mittelfristig eine Tarifsenkung (z.B. 9-Uhr-Ticket für 25 Euro). Ein Vorbild ist die Stadt Wien: Die Verkehrsbetriebe erwirtschaften dort mehr Einnahmen als vor der Tarifsenkung. Auch die Diskussion um die Einführung eines Semestertickets macht seit Jahren keine Fortschritte. Bußmann: „Inzwischen ist die Universität Erlangen-Nürnberg neben der Fernuniversität Hagen die mit Abstand größte Hochschule Deutschlands ohne Semesterticket“.

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