Stoppt den Erdgasausbau

In einem gemeinsamen Antrag haben Grüne Liste, ÖDP und Klimaliste den Stopp des Ausbaus der Erdgasinfrastruktur in Erlangen gefordert. Zukünftig sollen keine weiteren Anschlüsse an das Erdgasnetz realisiert werden. Stattdessen sollen Wärmepumpen installiert und ein Teil der Fernwärme der ESTW auf der Basis von Großwärmepumpen bereitgestellt werden.
Damit reagieren die Stadtratsgruppierungen neben der Klimakrise auch auf den durch den russischen Angriffskrieg verursachten Energieengpass und dadurch steigende Energiepreise in Deutschland.

Joachim Jarosch, Stadtrat der ÖDP, sagt: „Wenn wir weiterhin Erdgas ausbauen, verschärfen wir die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen massiv und unterstützen damit undemokratische Systeme. Gerade in der aktuellen Zeit, sollte uns das zu denken geben.“
Statt Strom und Wärme aus Erdgas herzustellen, wollen die Stadtrats-Gruppierungen den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Wärme soll klimafreundlich mittels Wärmepumpen hergestellt werden. Für Martin Hundhausen von der Klimaliste ist dies nur logisch: „Methan, welches als Hauptbestandteil von Erdgas bei der Förderung und beim Transport z.B. in Russland entweicht, hat über 20 Jahre betrachtet eine 84mal so starke Klimawirkung, wie die gleiche Menge CO2. Erdgas ist damit nicht besser als Heizöl! Um den Klimawandel aufzuhalten ist es undenkbar, dass wir Strom und Wärme aus Erdgas herstellen. Stattdessen brauchen wir erneuerbare Energien!“.
Konkret schlagen Grüne Liste, ÖDP und Klimaliste vor, Fördermöglichkeiten für eine Großwärmepumpe zu prüfen und diese beispielsweise am Standort Frauenaurach umsetzen. Eva Linhart von der Grünen Liste erläutert dazu: „Der Standort am ehemaligen Kohlekraftwerk in Frauenaurach könnte gerade deshalb geeignet sein, weil das Wasser für die Kühlung des Kraftwerks nun für die Wärmepumpe verwendet werden könnte. Das wäre auch ein schönes Signal des Wandels: Statt Wärme aus Kohle, Wärme aus erneuerbaren Energien.“

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