Einschnitte im Busverkehr

Kurz vor der Sommerpause stehen im Stadtrat Einschränkungen des Busverkehrs auf der Tagesordnung. Nach fast 2 Jahren Vorgeplänkel wurde im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss am 27.7. und dann zwei Tage später im Stadtrat eine in den letzten Monaten ausgearbeitete Kürzungsliste verabschiedet …

Pressemitteilung

„Kürzen ohne ersichtlichen Grund“

Kurz vor der Sommerpause stehen im Stadtrat Einschränkungen des Busverkehrs auf der Tagesordnung. Nach fast 2 Jahren Vorgeplänkel wurde im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss am 27.7. und dann zwei Tage später im Stadtrat eine in den letzten Monaten ausgearbeitete Kürzungsliste verabschiedet. Dabei handelt es sich ausschließlich um Einschränkungen des Angebots und nicht um Optimierungen – bei gleichzeitiger Preiserhöhung. Zu den vorgeschlagenen Einschnitten zählen:
– Taktverschlechterungen zwischen 5 und 7 Uhr von Montag bis Freitag: Umstellen der Linien 30, 285, 286, 288, 289, 293, 294, 295 auf einen 30-Minuten-Takt, teilweise auch 60-Minuten Takt.
– Taktverschlechterungen ab 20/21 Uhr von Montag bis Freitag: statt bisher im Regelfall 30-Minuten-Takt, droht der 40-(oder gar der 60-)Minuten Takt auf den Linien 285, 288, 289, 293, 294, 295
– Taktverschlechterungen Samstags ganztägig bei Linie 281, 286, 287, 288, 289 (60- und 30-Minuten-Takte)
– Taktverschlechterungen Sonntags (60 Minuten-Takt) bei Linie 288, 289, 293 morgens (vor 10 Uhr) und Abends (nach 17 Uhr).
Die Grüne Liste lehnt die Preiserhöhung und diese Einschränkungen ab. Auch BesucherInnen der Stadtratssitzung kritisieren diesen Beschluss. „Die Kombination der Kürzungen mit der Preiserhöhung ist denkbar ungeschickt und senkt die Attraktivität des ÖPNV“, stellt ein Beobachter des Verfahrens fest. Außerdem sei das Jahresergebnis der Stadtwerke hervorragend und Kürzungsdruck nicht vorhanden. „Die Mehrheitsfraktionen wollen den Bus kürzen ohne ersichtlichen Grund.“ Enttäuschung gibt es auch darüber, dass eine Optimierung des Öffentlichen Nahverkehrs, die eigentlich Aufgabe eines interfraktionellen Arbeitskreises war, dort zu keiner Zeit diskutiert wurde.
„Wichtig wäre stattdessen eine offensive Strategie für mehr Busbenutzung zu entwickeln“, meint Heiner Grillenberger, Vertreter der Grünen Liste im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss. Das könnte langfristig sogar rentabel werden.

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