Decken statt Heizpilze

Decken statt Heizpilze

GRÜNE/Grüne Liste beantragen finanzielle Förderung klimafreundlicher Wärmequellen für die Außengastronomie

Am 29. Mai 2019 erklärte der Stadtrat den Klimanotstand und »erkennt damit die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an.« In der letzten Stadtratssitzung am 24. September dagegen beschlossen CSU, SPD und FDP, dass in Erlangen wieder Heizpilze und andere Wärmespender für die Gastronomie zumindest in der anstehenden Wintersaison zugelassen werden. »Dieser Stadtratsbeschluss untergräbt den vorherigen Beschluss zum Klimanotstand«, sagt Tina Prietz. »Das Ziel, die Gastronomie in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie zu unterstützen erkennen wir an. Unserer Auffassung nach dürfen Klimanotstand und Hilfe für die Gastronomie jedoch nicht gegeneinander ausgespielt werden«, so die grüne Sprecherin für Klimaschutz weiter. Ihr Stadtratskollege Helmut Wening ergänzt: »Stattdessen sollten alternative Maßnahmen gefördert werden, welche eine Außengastronomie im Winter auf eine klimafreundliche Weise ermöglichen.«

Die grüne Fraktion möchte gezielt Gastronomiebetriebe unterstützen, die sich klimabewusst gegen den Einsatz von Heizpilzen entscheiden: Die Stadt soll die Anschaffung von Decken oder ähnlichen klimafreundlichen Alternativen finanziell fördern. Bereits in der letzten Stadtratssitzung fand ein grüner Änderungsantrag keine Merheit, dass die Verwaltung klimafreundliche Konzepte als Alternative zu Heizpilzen entwickeln soll. Die grünen Stadträt*innen sind zuversichtlich, dass zumindest dieser Zusatzantrag mehrheitsfähig ist.

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