Dauerhafte Förderung der Integrierten Sportgemeinschaft (ISG) Erlangen

Bereits zweimal wurde im SportA die besondere Situation der Integrativen Sportgemeinschaft (ISG) erörtert. Der Verein organisiert einen ganz großen Anteil von Menschen mit Behinderungen …

Gemeinsamer SPD/GL-Antrag zum SGA und SportA

Bereits zweimal wurde im SportA die besondere Situation der Integrativen Sportgemeinschaft (ISG) erörtert. Der Verein organisiert einen ganz großen Anteil von Menschen mit Behinderungen, darunter allein über 200 Mitglieder mit geistiger Behinderung. Er leistet mit seinen verschiedenen Sportangeboten einen nachhaltigen Beitrag zur Integration und erfüllt damit gleichermaßen einen sport- und einen sozialpolitischen Auftrag. Die Mitglieder kommen nicht nur aus Erlangen, sondern aus dem ganzen Großraum, insbesondere aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem für die Mitgliedschaft der ISG besonders geeigneten Schwimmsport. Die Übungsleiter und Übungsleiterinnen benötigen eine besondere sportfachliche und soziale Qualifikation, für deren Erlangung Kosten entstehen, die über das übliche Maß hinausgehen.

Der Verein hat kein eigenes Vereinsheim mit entsprechenden Räumlichkeiten. Sämtliche Hallen-Übungsflächen und die Wasserflächen müssen angemietet werden. Allein für den Schwimmsport, für den zudem erhöhte Wassertemperaturen erforderlich sind, entstehen jährlich 13 000 € Mietkosten für die Nutzung diverser Bäder.

Die Zuschüsse über den Bayerischen Landesbehindertenplan sind nicht ausreichend und außerdem stark schwankend. Ein Versuch, aus Mitteln des Bezirks Mittelfranken für den Bezirks-Versehrtensportverband einen Anteil zu erhalten, war bisher nicht erfolgreich. Der Verein hat den laufenden Sportbetrieb und dessen Ausbau lange von einer Großspende finanziert. Diese geht nun zur Neige. Trotz Anhebung der Mitgliedsbeiträge und äußerst wirtschaftlichem Umgang mit den finanziellen Ressourcen hat die ISG inzwischen ein dauerhaftes monatliches Defizit von 300 €. Es wäre mehr als bedauerlich, wenn ausgerechnet im Jahr der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen durch den Deutschen Bundestag die Arbeit der ISG durch unzureichende Unterstützung ins Straucheln geraten würde.

Wir stellen daher folgenden Antrag:

Das Sozialamt prüft, inwieweit für 2009 ein einmaliger Zuschuss aus der Haushaltsstelle „Hilfen außerhalb des Sozialhilferechts“ gewährt werden kann.

Für die Haushalte 2010ff entwickeln Sportamt und Sozialamt einen Vorschlag für eine kontinuierliche jährliche Förderung zur Sicherung der integrativen Arbeit der ISG.

Vor dem Hintergrund des ab 2008 in den Zuständigkeitsbereich der Bezirke übergegangenen Aufgabengebietes „Integration von Menschen mit Behinderung“ wirken der Oberbürgermeister und der Vorsitzende des Sportausschusses beim Bezirk Mittelfranken auf eine angemessene Förderung der ISG hin.

Der ISG wird empfohlen, bei der Hubert-Schwarz-Stiftung und beim Landkreis Erlangen-Höchstadt um einen Zuschuss bzw. eine kontinuierliche Förderung nachzusuchen. Der Oberbürgermeister wird gebeten, dieses Anliegen im Rahmen der Nachbarschaftsgespräche zu unterstützen.

Für die SPD-Fraktion:

Florian Janik
Norbert Schulz
Gisela Niclas

für die Grüne Liste-Fraktion:

Wencke Seuberling
Susanne Lender-Cassen
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