Berufsschulplätze für Flüchtlinge

Nach derzeitigem Stand können in Erlangen trotz Berufsschulpflicht nicht alle Jugendlichen zwischen 16 und 18 beschult werden. Das bayerische Kultusministerium soll endlich entsprechende Mittel und Personal zu Verfügung stellen.

Stadtratsantrag

In der Sitzung des Runden Tisches Flüchtlinge am 9.7.2013 war Thema, dass in Erlangen Berufsschulplätze für Flüchtlinge fehlen. Es sind aber alle Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren berufsschulpflichtig, bei Flüchtlingen wird die Berufsschulpflicht bis zum Ende des 21 Lebensjahres verlängert, im Härtefall sogar bis zum Ende des 25. Lebensjahres.
Laut Protokoll des Runden Tisches gibt es in Bayern momentan 1000 Berufsschulplätze für Flüchtlinge, bis zum übernächsten Schuljahr 2014/15 sollen 3000 Berufsschulplätze geschaffen werden. Derzeit sind 22 staatliche Berufsschulen beteiligt. Für das kommende Schuljahr wird die Berufsschule Fürth für Erlangen zuständig sein.
Dort gibt es ab September für die Erlanger Flüchtlinge allerdings nur zwei Klassen, und die Berufsschule Fürth nimmt nur Flüchtlinge zwischen 16 und 18 Jahren auf. Die städtische Berufsschule in Nürnberg ist nicht mehr für SchülerInnen aus Erlangen und Erlangen-Höchstadt zuständig und wird daher nicht mehr im bisherigen Umfang SchülerInnen aufnehmen.
Wenn überhaupt ist dies nur noch für das zweite Schuljahr, das sogenannte  Berufsintegrationsjahr (BIJ), in dem ein Hauptschulabschluss erworben werden kann, im Ausnahmefall möglich.
Nach derzeitigem Stand können in Erlangen trotz Berufsschulpflicht nicht alle Jugendlichen zwischen 16 und 18 beschult werden, wenn sie nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen und auch nicht alle nach Nürnberg, Fürth oder Bamberg verteilt werden können.

Wir beantragen:

Der Stadtrat fordert das bayerische Kultusministerium auf, umgehend entsprechende Mittel und Personal für ausreichende Berufsschulplätze zur Verfügung zu stellen.

Dr. Pierrette Herzberger-Fofana

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