Kommunaler Klimafonds

Im Klimanotstand und auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft sind wir angehalten, klimaschädliches Verhalten zu vermeiden, um unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Ein Kommunaler Klimafonds bietet die Möglichkeit zum einen für klimaschädliches Handeln einen finanziellen Ausgleich zu entrichten und anderseits auf lokaler Ebene das Bewusstsein für Klimagerechtigkeit zu fördern und zu erhöhen.

Stadtratsantrag

Es gibt bereits Fonds in die Bürger*innen aber auch Unternehmen entsprechend für ihr klimaschädliches Handeln Zahlungen leisten können, durch die Ausgleichsmaßnahmen finanziert werden. Die Akzeptanz bei den Bürger*innen scheitert häufig daran, dass viele Maßnahmen dabei nicht im direkten Lebensumfeld realisiert werden und damit nicht erlebbar sind.

Wir beantragen daher,

  • dass die Stadt Erlangen einen kommunalen Fonds einrichtet, in den alle Bürger*innen und Unternehmen freiwillig und ohne Bürokratie einzahlen können. Auch die Stadt Erlangen gleicht klimaschädliches Verhalten, z.B. bei der Tätigung von Dienstreisen, durch Einzahlung in den kommunalen Klimafonds aus. Dabei richtet sich der Ziel-Preis an den Folgekosten gemäß den Berechnungen des Umweltbundesamtes aus, die eine Tonne CO2 und Äquivalente an Schäden verursacht. Der Betrag der Kompensationszahlungen steigt von 50 Euro/Tonne CO2eq für 2020 linear auf 180 Euro/Tonne CO2eq bis 2030 an.
  • Aus diesem Fonds werden zusätzliche klimafördernde Maßnahmen von Organisationen und Initiativen auf dem Stadtgebiet finanziert und realisiert. Mittelfristig soll in Zusammenarbeit mit der Metropolregion ein gemeinsamer Fonds entwickelt werden. Dazu bitten wir um Berichterstattung spätestens im Dezember 2020. 

gez. Tina Prietz (Sprecherin für Klimaschutz und Klimaanpassung)
gez. Marcus Bazant (Fraktionsvorsitzender)

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