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Radverkehr in der Innenstadt

In der Innenstadt fehlt eine attraktive und leistungsfähige Verbindung für den Radverkehr in Nord-Süd-Richtung. Die Verbesserungen beim Busverkehr zum neuen Fahrplan werden die Situation in der Goethestraße noch einmal verschärfen. Die Grüne Liste sieht dringenden Handlungsbedarf und hat eine Reihe von Maßnahmen beantragt: Eine Schaffung von Lieferzonen würde das Halten in zweiter Reihe reduzieren. Geprüft werden soll auch die Ausweisung der Goethestraße als Fahrradstraße und die Bevorrechtigung des Radverkehrs auf der Verbindung zwischen Apfel- und Kammerer Straße gegenüber dem querenden Verkehr.

Stadtratsantrag: Radverkehr in der Innenstadt in Nord-Süd-Richtung

In der Innenstadt fehlt bekanntermaßen eine attraktive und leistungsfähige Verbindung für den Radverkehr in Nord-Süd-Richtung. Zuletzt hat sich das Planungsbüro PGV-Alrutz mit dieser Thematik befasst und eine Kombination mehrerer Maßnahmen vorgeschlagen, die im Juli 2016 im UVPA diskutiert wurden. Dazu zählte die ganztägige Öffnung der Fußgänger*innenzone für den Radverkehr, aber v.a. ein verbesserter Verkehrsfluss in den Parallelstraßen der Hauptstraße durch eine Berücksichtigung des Lieferverkehrs z.B. durch Lieferzonen. Beschlossen wurden damals die Durchführung einer öffentlichen Veranstaltung vor der probeweisen Öffnung der Fußgängerzone und die Behandlung des Lieferverkehrs im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans.

Durch die Verbesserungen beim Busverkehr zum neuen Fahrplan wird sich v.a. durch die Umlandbusse die Situation in der Goethestraße noch einmal verschärfen. Wir halten daher eine Änderung der Situation für dringend notwendig und beantragen die kurzfristige Umsetzung folgender Maßnahmen:

  • In der Goethestraße erfolgt eine Neuregelung des ruhenden Verkehrs und des Lieferverkehrs mit dem Ziel, das Halten in zweiter Reihe zu unterbinden. Hierzu werden Lieferzonen in der Goethestraße und ggf. auch in der Heuwaagstraße geschaffen.
  • Diese Lieferzonen werden gegen Missbrauch gesichert durch konsequente Überwachung inklusive Abschleppen.

Darüber hinaus beantragen wir die Prüfung folgender Maßnahmen:

  • Ausweisung der Goethestraße als Fahrradstraße.
  • Bevorrechtigung des Radverkehrs auf der Verbindung zwischen Apfel- und Kammerer Straße gegenüber dem querenden Verkehr.
  • verbesserte Berücksichtigung des Radverkehrs, insbesondere am südlichen Anschlussknoten der Goethestraße (Gütherhallenstraße) z.B. durch geänderte Markierungen.

Harald Bußmann (Sprecher für Verkehr)
Dr. Birgit Marenbach (Sprecherin für Stadtplanung)

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