Mit dem Schuljahr 2026/27 wird der gesetzliche Anspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung von Kindern im Grundschulalter wirksam. Viele Familien in Erlangen setzen große Hoffnungen in den zügigen wie qualitätvollen Ausbau der Ganztagbildung für Grundschulkinder, um Eltern Berufstätigkeit zu ermöglichen, Kindern neue Erfahrungsräume zu eröffnen und Bildungsgerechtigkeit voranzubringen.
Zum Stichtag 30. April haben Familien von (zukünftigen) Grundschulkindern erstmals ihren Betreuungsbedarf gegenüber den Kommunen geltend gemacht.
Wir bitten um einen (schriftlichen) Bericht zu folgenden Fragestellungen:
1. Für wie viele zukünftige Erstklasskinder wurde bis zum 30. April 2026 der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung ab dem Schuljahr 2026/27 geltend gemacht (absolut und prozentual) und wie verteilen sich die Bedarfe auf die Schulsprengel?
2. Für wie viele zukünftige Grundschulkinder der Jahrgangsstufen 2 bis 4 wurde bis zum 30. April 2026 ein Bedarf an ganztägiger Bildung und Betreuung ab dem Schuljahr 2026/27 angemeldet und wie verteilen sich die Bedarfe auf die Schulsprengel? Wurden die Bedarfe der Kinder, die im Schuljahr 2026/27 noch keinen Rechtsanspruch haben, flächendeckend erhoben?
3. Wie können diese gemeldeten Bedarfe während der Schulzeiten gedeckt werden? Werden zusätzliche Klassen im gebundenen Ganztag/Gruppen im offenen Ganztag/Mittagsbetreuungen/ Hortgruppen/weitere Formen der Schulkindbetreuung eingerichtet?
4. Wie können diese Bedarfe während der Ferienzeiten gedeckt werden? Werden hierzu neue Angebote eingerichtet?
5. Mit welcher Entwicklung der Bedarfe rechnet die Stadt Erlangen bis 2032?
6. Hat die Stadt Erlangen Unterstützungsangebote wie Beratung und Förderung von Bezirk bzw. Freistaat in Anspruch genommen? Ist dies in Zukunft geplant?
Christian Zwanziger, Sprecher für Bildung
Dominik Sauerer, Fraktionsvorsitzender