Realisierung Außenanlagen Eichendorffschule

Wir beantragen: Die Verwaltung prüft Möglichkeiten, das Projekt „Erneuerung der Außenanlagen des Schulgeländes Ost an der Eichendorffschule“ (40/203/24) zeitnah umzusetzen, z. B. über das Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ oder über das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes.

Begründung:
Es werden aufgrund der Haushaltslage auf lange Sicht keine Investitionen in städtische Schulen erfolgen können, mit Ausnahme des Gymnasium Fridericianum. Selbst Instandhaltungsmaßnahmen erfolgen im Moment nur eingeschränkt, siehe Vorlage 242/358/2025. Vor diesem Hintergrund sollten alle Möglichkeiten geprüft werden, diese bereits fertig geplante Maßnahme mit Hilfe von Fördergeldern umzusetzen.

Der Bedarfsbeschluss wurde am 02.05.2024 gefasst. Eine Entwurfsplanung sowie eine Kostenschätzung (ca 750.000 € je nach Variante) liegen vor. Das Projekt eignet sich damit zur kurzfristigen Fördermittelbeantragung und Realisierung.

Die Eichendorffschule besuchen derzeit ca. 430 Schüler:innen im gebundenen Ganztag. Die ostseitigen Außenanlagen der Eichendorffschule weisen Sanierungsbedarf auf. Die Laufbahn wurde im Zuge der Turnhallensanierung von Baufahrzeugen befahren, weshalb zumindest die Kunststoffdeckschicht erneuert werden muss. Der Hartplatz weist starke Abnutzungserscheinungen auf. Zudem besteht seitens der Schule der Wunsch, im Rahmen ihres Ganztagskonzeptes mehr Bewegungsmöglichkeiten sowie Rückzugsorte für Schüler:innen auf dem Schulgelände anzubieten. Laut Prognose werden mittelfristig steigende Schüler:innenzahlen (bis zu 530 Schüler:innen) erwartet. Da die Eichendorffschule vollständig als gebundene Ganztagsschule konzipiert ist, verbringen die Schüler:innen einen Großteil ihrer Zeit in der Schule. Die Schule ist nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum.

An der Eichendorffschule lernen Kinder und Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern. 70% von ihnen können eine Migrationsgeschichte erzählen. Es gibt regelmäßig eine Deutschklasse. An der Schule sind derzeit viele Kinder und Jugendliche mit attestiertem oder beobachtetem sonderpädagogischen Förderbedarf, Tendenz weiterhin steigend. 40% der Kinder kommen aus Haushalten in finanziell schwieriger Lage, d.h. sie haben Anspruch auf den Erlangen Pass. Die Schule ist für die Kinder ein sehr bedeutsamer Ort, an dem sie einen großen Teil ihrer Lebenszeit verbringen. Sie leistet somit in hohem Maße einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Integration. Die derzeitige Gestaltung der Außenanlagen wird diesem Bedürfnis und dieser Aufgabe kaum gerecht.
Die Schaffung einer Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit ist grundsätzlich möglich.

Kerstin Heuer, Sprecherin für Bildung
Eva Linhart, Fraktionsvorsitzende