Soziale Lage in Büchenbach

Die soziale Situation in Büchenbach, vor allem in Büchenbach-Nord, soll durch neue Maßnahmen verbessert werden.

Gemeinsamer Stadtratsantrag SPD/Grüne Liste

Aus der „Diakonischen Runde“, die zahlreiche in Büchenbach tätige Institutionen und Einrichtungen (städtisch und nicht-städtisch) versammelt, wird berichtet, dass es in Teilen Büchenbach besondere soziale Problemlagen gibt. Dies belegen auch die statistischen Sozialdaten der Stadt.

Auf diese Entwicklungen muss die Stadt Erlangen reagieren. Die von der Gewobau geplanten Baumaßnahmen im Quartier Bamberger Straße/Odenwaldallee bieten einige Möglichkeiten, durch architektonische Veränderung, eine bessere Freiraumgestaltung, Nutzungen in den Neubauten für zusätzliche soziale Einrichtungen und eine Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung eine Aufwertung des Quartiers zu erreichen. Gleichwohl sind auch andere Maßnahmen, z.B. der niederschwelligen Sozialarbeit, notwendig. Auch Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien, die nicht zu Konflikten mit Anwohnerinnen und Anwohnern führen, müssen in diesem Quartier geschaffen werden.

Wir beantragen daher:

Die Verwaltung prüft zeitnah und in enger Abstimmung mit der Diakonischen Runde, dem AIB, dem Behindertenforum und dem Seniorenbeirat, welche Maßnahmen geeignet sind, die soziale Situation in Büchenbach, vor allem in Büchenbach-Nord, zu verbessern. Dazu könnten unter anderem gehören:

  • die mögliche Schaffung, Erweiterung oder Verlagerung von sozialen und soziokulturellen Einrichtungen u.a. im Zuge der Bauvorhaben der Gewobau;
  • die Möglichkeit von Streetwork insbesondere mit Blick auf Jugendliche;
  • die Aktivierung und Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner für die Gestaltung ihres Wohnquartiers und des Stadtteils;
  • eine intensivere, auch aufsuchende Sozialbetreuung und ein, unter Einbeziehung der Seniorenanlaufstelle, Quartiersmanagement im Stadtteil;
  • ein Ausbau bzw. eine Aufwertung der bestehenden Bildungseinrichtungen im Quartier
  • eine generelle Aufwertung von Freiflächen und die Schaffung bzw.
  • Aufwertungen von Freiflächen, die auch für eine abendliche/nächtliche Nutzung geeignet sind, ohne Konflikte auszulösen.

Die Verwaltung soll außerdem prüfen, welche Möglichkeiten von Zuschüssen (z.B. aus Städtebauförderprogrammen) bestehen. Auch soll überlegt werden, ob die Gewobau Teile der Maßnahmen finanzieren kann, wenn sie sich weit überwiegend an die Mieterinnen und Mieter des Unternehmens richten und geeignet sind, Kosten zu reduzieren, die der Gewobau durch Konflikte zwischen den Mieterinnen und Mietern oder unsachgemäße Nutzungen entstehen.

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