City-Linie für eine bessere Erschließung der Altstadt

Als Anregung für eine bessere Erschließung der Altstadt – und insbesondere der Uni-Kliniken – schlägt das Aktionsbündnis „Verkehrskonzept Erlangen“ eine City-Linie vor. Die Grüne Liste hat nun eine Prüfung dieser Busanbindung beantragt.

Stadtratsantrag

Wir beantragen:

Die Verwaltung soll den Vorschlag des Aktionsbündnisses „Verkehrskonzept Erlangen“ zur Einrichtung einer City-Linie für eine bessere Erschließung der Altstadt (siehe Anlage) prüfen und im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss dazu Stellung nehmen.

Vorschlag des Aktionsbündnisses „Verkehrskonzept Erlangen“:

Es gibt mehrere Gründe, warum eine zusätzliche City-Linie sinnvoll ist:

  • Die Uni-Kliniken beklagen zu Recht, dass die Anbindung durch den ÖPNV sowohl für Arbeitnehmer, als auch Besucher nicht optimal ist. Eine Verbesserung durch eine neue Linienbusverbindung kann den Druck, im Klinikbereich ein neues Parkhaus bauen zu müssen, reduzieren.
  • Die zu hohe Schadstoffbelastung, z.B. in der Neuen Straße, verpflichtet die Stadt, etwas für die Gesundheit ihrer Bürger zu tun. Ein Teil des Individualverkehres kann durch eine gut durchdachte neue Buslinie auf den ÖPNV verlagert werden.
  • Der Großparkplatz westlich des Bahnhofes muss besser durch Busse mit der Altstadt verknüpft werden, um für Autofahrer zum Parken attraktiv zu sein. Zukünftig soll das Parkangebot dort noch gesteigert werden, um die Parkplätze, die durch das Auflassen von Aufparkregelungen wegfallen, zu kompensieren.
  • Für Pendler und Besucher, die mit dem ÖPNV aus den östlichen Landkreisen zu den Uni-Kliniken oder in die nördliche Altstadt fahren wollen, existieren wenig komfortable Busverbindungen (teilweise mit Umweg über die Arcaden oder den Röthelheimpark). Hier kann die City-Linie, wenn sie bis zum Zollhaus geführt wird, eine Verbesserung erreichen und so das Umsteigen vom Auto in den ÖV fördern.

Für den Betrieb einer City-Linie, die den Großparkplatz mit der nördlichen Altstadt verbindet (siehe Karte weiter unten), wären Elektrobusse in passender Größe gut geeignet. Die Erlanger Stadtwerke werden ab 2019 zwei Elektrobusse im Einsatz haben, die für einen Einsatz auf dieser kurzen Innenstadt-Linie prädestiniert sind.
Für einen Erfolg einer solchen Linie sind einerseits ein dichter Takt (10-15 Minuten) und andererseits Betriebszeiten, die sich an den Arbeitszeiten der Klinikbediensteten orientieren, wichtig. In den Bussen und an den Haltestellen ist über die nächste Umsteigemöglichkeit zu informieren, außerdem sind die aktuellen Abfahrtszeiten mit den Fahrzielen anzuzeigen. Fahrscheine, die zur Nutzung des Busses gelten, könnten das City-Ticket, d.h. ein gekaufter Parkschein, oder eine Kurzstreckenkarte aus dem Umland sein.

Wir schlagen als Diskussionsgrundlage folgende Haltestellen vor:
Start: westlich des Bahnhofs, an der Unterführung beim ehemaligen Taxistand, E-Werk, Martin-Luther Platz, Maximiliansplatz, Frauenklinik, Lorlebergplatz, Zollhaus, Ulmenweg.

Von Bund und Land gibt es derzeit verschiedene Fördermöglichkeiten im Verkehrsbereich, um die Schadstoffbelastungen, die durch den Dieselskandal öffentlich bekannt wurden, zu senken. Der Einsatz von Elektrobussen gehört dazu, ebenso wie das Ziel, Teile des MIVs auf den ÖPNV zu verlagern. Mit einer zusätzlichen, innovativen City-Linie kann die Altstadt besser umweltfreundlich erschlossen und so auch die Erreichbarkeit bei drohenden Fahrverboten für Dieselfahrzeuge gewährleistet werden.

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